Xispa ist am Donnerstagabend wohlbehalten in Hamburg gelandet, hat die Fahrt nach Hause gut überstanden, hat gleich noch eine (sehr ängstliche) Runde mit mir ums Haus gedreht, aber nicht das gewünschte Bächlein gemacht. Dafür hat sie freundlich einen Nachbarshund begrüßt und von Herrchen sogar ein Leckerli genommen. Sie ist die drei Stockwerke nach oben zur Wohnung ohne Probleme mitgelaufen und war fasziniert von dem gläsernen Treppenhaus
Der 1. Tag:
In der Nacht war Xispa total ruhig, nur einmal hat sie geträumt. Morgens lag sie noch genauso zugedeckt da (meine Wohnung war während des Urlaubs etwas ausgekühlt) wie am Abend vorher, nur noch etwas entspannter. Sie mag offensichtlich die Wärme. Ansonsten war sie sehr ängstlich. Es ist schon traurig, das zu sehen, aber ich wusste ja, worauf ich mich einlasse. Meine war damals ähnlich. Xispa ist schon ein sehr scheues Rehlein. Ein bisschen am Kopf streicheln ist o.k. für sie, aber wenn ich vorsichtig ihr Beinchen berühre, dann zuckt und zittert das wie wild. Sie hat eine halbe Portion Frischfleisch gefressen, wollte aber nicht mit raus. Ich musste schon etwas energisch sein. Draußen ist sie schreckhaft und ängstlich, aber nicht panisch. Entweder bleibt sie neben mir stehen oder zieht in die Gegenrichtung, ansonsten läuft sie mit eingeklemmtem Schwanz brav bei Fuß. Sehr überrascht war ich, dass sie nach dem Spaziergang unbedingt in den Keller wollte, den fand sie interessant
Der 2. Tag:
Schöner kann ein Tag nicht beginnen, Xispa hat mir eine große Freude gemacht. Als ich mir am Morgen die Jacke anzog und nach den Leinen griff, kam sie an die Tür und wollte mit. Sie ist diesmal weitgehend entspannt mitgelaufen. Wenn Fahrräder kommen oder andere Geräusche sind, ist es bei ihr gut, sich an die Seite zu stellen und sie in Ruhe gucken zu lassen, dann bleibt sie ruhig und zieht nicht in die Gegenrichtung. Die nächsten Überraschungen erfolgten gleich nach dem Spaziergang. Langsam kapiert sie, dass ihr Platz nicht hinter jeder Korridortür ist