Baby- Cleo im Cockerpelz
Verfasst: 14.08.2012 20:45
Da Cleo ja derzeit in einer Hundetagesstätte untergebracht ist, eröffne ich nun ihr Pflegestellentagebuch als "Patin", da ich Cleo schon besucht habe und das auch weiter tun werde (natürlich auch in Absprache und Beratung mit den Hunde-, Verhaltenstrainern, Tierarzthelferinnen und weiteren Hundeexperten, die in der HuTa tätig sind).
Cleo hatte ja in letzter Zeit einige Trennungen zu verdauen, davon ist gerade nichts mehr zu spüren.
Ich kam in diese HuTa und....dann kam Cleo. Kam, sah, sah mein Herz, krabbelte mit puscheligen Füßen hinein ....und siegte!
Cleo ist ein Welpe. Klar, sie ist schon älter...aber nur auf dem Papier
Cleo geht völlig unbedarft an alles heran. Andere Hunde, andere Menschen, zu allem ist sie freundlich. Dabei ist sie wie ein Welpe, etwas tollpatschig, sehr verspielt und immer mittendrin. Für jeden Spaß zu haben.
Sie versprüht den typischen Cockerfrohsinn, der ganze Körper wackelt ständig, sosehr freut sie sich über alles und jeden. In der grossen Hundegruppe mögen alle Cleo, das Wort Dominanz ist ihr fremd.
Cleo kriecht ständig in ihre Menschen hinein, schmust schrecklich gern und wenn sie nicht schmust, dann spielt und beisst sie spielerisch, aber ganz sanft.
In der HuTa ist zu beobachten, wie sehr sie schon an ihren Trainern hängt, sie folgt ihnen auf Schritt und Tritt, ohne sie jedoch zu kontrollieren, sondern weil sie einfach so gern dabei ist.
Dabei springt sie auch schon mal auf den Tisch, schmeisst ein paar Flaschen um, klettert Holzwände einfach hoch oder hängt am Tor der HuTa in ca. 1,50 Höhe.
Cleo ist ein Rohdiamant, der völlig verpasst hat, erwachsen zu werden. Für sie ist alles schön. Sie muss aber auch alles noch lernen. Wie ein Welpe eben.
Zu bedenken ist aber auch Cleos cockertypische Nervosität, die sich in der HuTa auch in der 1. Woche extrem zeigte. Sie war nachts sehr unruhig, hibbelte nervös herum und kam kaum zur Ruhe. Darauf sollten zukünftige Adoptanten vorbereitet sein und mit viel Ruhe, Auslastung und Struktur damit arbeiten.
Bisher zeigte Cleo in den Haushalten wo sie schon war, extremen Jagdtrieb, gerade gegenüber Katzen (wird aber in der jetztigen Lebenssituation erneut ausprobiert).
Mittlerweile schläft Cleo in der HuTa sehr schön durch, macht begeistert Agility (ist dabei wahnsinnig flink und hat enormen Spaß), schwimmt im HuTa eigenen Hundepool und ist der Liebling aller Trainer.
Für Cleo wünschen sich alle Menschen, die ihre unbekümmerte "Die Welt ist schön" kindliche Art beibehalten, ihr aber auch das Hunde Einmaleins beibringen wollen.
Cleo sollte anfangs keinesfalls allein bleiben müssen oder wechselnde Bezugspersonen haben, denn sie hat genug Trennungen erlebt und damit leidet dieser Hund sehr. Alleinbleiben sollte dann schrittweise aufgebaut werden, am schönsten wäre es aber, wenn Cleo einfach immer dabei sein dürfte.
Cleo sollte auch nicht separiert werden, sie schläft unheimlich gern nah bei ihren Menschen.
Ausserdem wäre es natürlich schön, wenn Cleo weiterhin Agility machen dürfte oder aber zumindest aktiv und gut ausgelastet wird, ohne sie dabei zu sehr aufzudrehen. Auf jeden Fall sollten die Adoptanten von Cleo sehr sportlich sein und einen genauso sportlichen Hund suchen.
Mit der richtigen Mischung aus Liebe, viel Struktur, gezielten Ruhephasen und der nötigen Auslastung die diese Rasse eben auch braucht, wird derjenige, der sich in Cleo verliebt, als Dankeschön ihr kleines Herz auf dem Silbertablett serviert bekommen und es wohl nie mehr loswerden.
Mein Herz hat sie nämlich auch ganz schnell geklaut
Wer Cleo adoptieren will sollte sich einfach darauf vorbereiten einen Welpen zu bekommen und eben alles zu lernen, was ein Welpe auch lernen würde....dafür hält sich Cleo nämlich. Dann wäre er bestens vorbereitet.
----Dieses Pflegestellentagebuch wird noch erweitert, dann kann ich auch über gemeinsame Gassigänge berichten (geplant am Montag), ihr Verhalten an der Leine und über Begegnungen mit Katzen und wie ich ihren Jagdtrieb selber einschätze-----



















