Re: Marli, jetzt in Deutschland
Verfasst: 19.12.2013 17:29
sistpast hat geschrieben:Gerade als ich den Text geschrieben habe, hat Marli meine Tochter gezwickt. Zum Glück hat sie nicht so viel abbekommen, wie ich Gestern. Aber natürlich hat sich Steffi sehr erschrocken. Sie hat ja das Down Syndrom. Jetzt bräuchte ich doch ein paar Tipps, was ich am Besten machen soll. Denn ich möchte nicht, dass Steffi irgend wann Angst vor unserem Hund hat. Marli ist ein Angstbeisser, und offensichtlich hat er fest geschlafen, als sie ihn streicheln wollte. Ich habe ihr danach erklärt, dass sie Marlich immer ansprechen muß, bevor sie ihn streichelt. Gibt es da noch einen guten Tipp, damit so etwas nicht mehr passieren kann. Ich möchte ihm das natürlich schon abgewöhnen. Bei mir war ja klar, warum er gebissen hatte, aber Steffi hatte ihn ja nicht in die Enge gedrängt. Kann es sein, dass das besser wird, wenn er länger bei uns ist und dann auch mehr Sicherheit hat, oder gibt es eine andere Möglichkeit das zu korrigieren ?
Ich kann mich den anderen nur anschließen: Du musst Deiner Tochter erklären, dass MARLI wenn er schläft in Ruhe gelassen wird und dafür sorgen, dass das dann auch so ist!
Ebenso muss sie akzeptieren, dass er einen "Zufluchtsort" hat, wo sie ihn in Ruhe lassen muss. Seinen Platz zum Beispiel oder eine Höhle, wie Meike beschrieben hat.
Dies ist besonders für unsichere Hunde sehr wichtig, dass sie merken, dort werden sie in Ruhe gelassen und können sich jederzeit zurückziehen, wenn es ihnen zu doll wird. Er hat völlig normal gehandelt: er fühlt sich in die Enge getrieben und sagt Bescheid, dass ihm das zu doll wird und er das nicht möchte. Korrigieren brauchst Du ihn da nicht. Du muss diese Situation verhindern, damit er gar nicht in die Verlegenheit kommt, sich wehren zu müssen - stell Dir einfach vor, er wäre ein wilder Tiger - dem würde man auch nicht verübeln, wenn er faucht und beißt und die Kinder von ihm fern halten
Wenn Deine Tochter da nicht die nötige Rücksicht nehmen kann, solltest Du sie und die Hunde nicht unbeaufsichtigt lassen, damit es nicht doch mal mehr als ein Zwicken wird.
Um generell die Reaktionen langfristig umzupolen, wenn er geweckt wird:
Es hat sich als sehr wirkungsvoll herausgestellt, den Hund sehr oft mit Leckerlies zu wecken - ich empfehle das auch bei tauben Hunden als Übung, damit sie nicht immer so schlimm erschrecken, wenn man sie weckt
Man kann ein Leckerlie vor die Nase legen und warten, bis der Hund aufwacht. Wenn er sehr tief schläft evtl leicht anpusten, so dass er laaangsam aufwacht.
Bei einem hörenden Hund kann man ihn auch ansprechen und dann ein tolles Leckerchen vor die Nase halten, so dass er lernt, aufgeweckt werden ist was ganz tolles.
Unser Bobby hat anfangs wild um sich gebissen, wenn man ihn im Schlaf angefasst hat
Gutes Gelingen und viel Spaß mit dem neuen Familienmitglied!!